... allerdings, so Jamel, haben Assads Schergen kurz vor ihrer Flucht die Strom- und Luftversorgung abgestellt. Das bis zu drei Stockwerke tief in die Erde ragende Gefängnis droht jetzt zur Todesfalle zu werden. Die Häftlinge wissen zudem gar nicht, dass nach ihnen gesucht wird. Sie schweigen - aus Angst, dass ihre Wärter sie umbringen könnten.
Jamel und die anderen suchen verzweifelt nach einem Weg zu ihnen. Auf dem Gefängnisdach sehen sie Rohre, die aus der Erde ragen. Es dringt Verwesungsgeruch hervor - aber auch Kondenswasser, das auf atmende Menschen hindeuten könnte.
Im Video ist außerdem erkennbar, dass Assads Wärter alle Festplatten mitgenommen haben, um ihre Verbrechen zu kaschieren.
Uns liegen außerdem weitere Videos vor: In einem sehen wir lange Listen von Gefangenen-Namen. Rima berichtet, es fehlten noch 20 000 Menschen. Niemand wisse, wo sie seien.
In einem anderen Video sieht man Leichensäcke mit unzähligen Toten darin.
Wir von RIMA e.V. haben uns unverzüglich an das Auswärtige Amt gewandt, als wir von den mutmaßlich unter der Erde steckenden Menschen erfahren haben. Wir appelieren, alles Erdenkliche zu tun, um so viele Menschen wie möglich zu retten. Es seien wohl Helfende der Weißhelme und andere vor Ort, allerdings ohne professionelle Bergungsmöglichkeiten.